Selbstständig im Ausland

Vor einigen Tagen hat mich Juliane Tranacher gefragt: “Doris ich mache da eine Challenge. Hast Du Lust hier mitzumachen? Ja, dachte ich, dazu gibt es auch aus meiner Coaching-Welt, der Welt der Expats und ihrer Partnerinnen und Partner, einiges zu sagen.

Spannend. Gibt es den ultimativen Tipp? Oder ist es eine Typ-Frage?

Ich coache und berate Menschen, die von Deutschland ins Ausland gehen. Sie kommen dann nach einigen Jahren wieder zurück nach Deutschland, nehmen die nächste Herausforderung in einem anderen Land an oder entscheiden sich, zu bleiben. Also Menschen, die hochmobil sind, mit und ohne Partner, mit und ohne Kinder.

Ganz egal, wo und wann ich mich selbständig mache, gibt es sehr viel zu beachten. Doch eins ist wichtig – entwickle Deinen Traum mit dem Herzen und Deiner ganzen Leidenschaft! Und dann schalte den Kopf ein und analysiere deinen Markt und die ganzen finanziellen und rechtlichen Aspekte.

Damit auch rechtlich alles von Anfang an gut geht, haben wir bei ‘I am home’ einen Existenzgründungsberater im Boot und eine Juristin, die sich auf die besonderen Herausforderungen der Expat-Welt versteht.

Von der Idee zur Realisierung.

Die Anfangsphase ist eine spannende Zeit für alle, die diesen Weg gehen. Denn ich kann ja nur wirklich gut anbieten, wovon ich richtig überzeugt bin. Und schon sind wir mitten im Thema: Wer bin ich und was will ich wann umsetzen und erreichen – wovon bin ich überzeugt?

Im Detail: Wenn ich klar erkannt habe, was meine Stärken, Fähigkeiten, Eigenschaften und Leistungen sind, wenn ich mir mein Geschäftsfeld und meine Wunschkunden genau angeschaut habe und die wichtigsten Bedürfnisse meiner Kunden kenne, dann fällt es mir gar nicht mehr so schwer, meine Leistungen, meine Innovationen und meine Kernkompetenzen zu benennen.

Die Vermarktung ergibt sich aus dieser Analyse und wächst mit der Zeit. Es klingt zwar etwas altmodisch, aber es stimmt einfach: Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen (wie schon Johann Wolfgang von Goethe wusste). Das ‘I am home’-Team hat hier einen Prozess entwickelt, den wir gemeinsam durchlaufen – mal im Coaching-Gespräch, mal in der eigenen Recherche.

Warum gehen die Mitreisenden so oft den Weg der Selbständigkeit?

Weil sie ganz generell der Typ Mensch sind, die für so eine Art zu arbeiten offen sind? Ja, davon bin ich überzeugt.

Weil sie keine andere Wahl haben? Ja, da ist was dran.

Weil sie einfach die gegeben Umstände annehmen und daraus das Beste entwickeln? (Denn viele Mitreisende haben kaum die Möglichkeit auf eine Festanstellung.) Ja, auch das stimmt.

Weil sie oft ihrer Zeit einen Schritt voraus sind. (Denn Einiges spricht dafür, dass der Trend zum freien, ortsunabhängigen Arbeiten geht.) Auch hierzu gibt es Stimmen, die das ganz klar mit ‘ja’ beantworten würden.

Wenn ich mit Mitreisenden arbeite, dann sehe ich sehr oft, dass sie sehr gut ausgebildet sind, dass sie richtig erfolgreich in ihrem Beruf waren. Sie haben dann aus Liebe und einer gehörigen Portion Abenteuergeist ihre beruflichen Entwicklung für einige Jahre zu Gunsten von anderen Werten auf Eis gelegt haben. Da sie in der Entwicklung ihres beruflichen Traums im Ausland oft gebremst waren, entwickeln sie ihre Pläne nach der Rückkehr mit umso mehr Power.

Und was zeichnet die Mitreisenden noch aus?

Sie können in sich und ins Leben vertrauen, sie können sich ganz bewusst in eine Situation begeben, die unglaublich viel Improvisationstalent und Gelassenheit braucht. Sie können schnell lernen, Strukturen schaffen, Kontakte knüpfen. Sie haben klare Werte. Sie sind geübt im Überwinden von Schwierigkeiten und sie haben einen Blick von außen.

Ein ‘das geht nicht’ wird sofort gewandelt in ‘nicht so, nicht jetzt, nicht hier, nicht mit den Personen’. Aber es geht bestimmt irgendwo, irgendwann und: ‘Ich finde die Lösung’.

Sie können lieben, ihre Partner und ihre Kinder, und sie leben diese Liebe. Sie können Lösungen finden, indem sie kombinieren. Einfach Alles mit Allem. Sie sehen Möglichkeiten. Und on top: sie sind oft finanziell in einem planbaren Zeitfenster abgesichert.

Diese Menschen sind einfach geschaffen für die Selbständigkeit.

Einer der größten Stärken ist mit Sicherheit das Netzwerken. Der Grund dafür, warum so viele von ihnen schon nach kurzer Zeit wieder Fuß fassen, wenn sie an neue Orte gehen, die sie bis dahin nur dem Namen nach kannten. Und noch etwas: die meisten Expats und Ex-Expats haben erkannt, dass sie viele Dinge tun, weil sie sie für richtig halten und nicht, weil man es immer schon so gemacht hat.

Sie haben gelernt, eigenverantwortlich arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Ganz egal ob sie einen Arbeitsvertrag haben oder ihr eigener Chef sind. Klar gibt es immer wieder Phasen, da ist einfach zu viel, was verarbeitet werde will. Da denkt man. “Ich schaffe das nicht.” Genau dafür gibt es ‘I am home’. Um aus diesem Loch gestärkt, zuversichtlich und voller Tatendrang wieder rauszukommen.

Mein Fazit:

  • Mache immer, egal wo du bist, das, was für dich sinnstiftend ist.
  • Suche Dir eine Gruppe von Menschen, zu denen Du Vertrauen hast und berate Dich mit ihnen.
  • Hol Dir Unterstützung. Man muss nicht alles alleine machen. Und ganz wichtig: sorge für Dich.

Doris Traudt
Doris Traudt
Coach für die hochmobile Familie bei I am home
Doris Traudt bietet zusammen mit Ihrem Experten-Team von 'I am home' ergebnisorientiertes und emphatisches Coaching für Expatriates und hochmobile Familien.
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