Von Expat-Coach zu Expat-Coach

Von Expat-Coach zu Expat-Coach

Vor einiger Zeit hat sich meine Kollegin Silke Irmscher, die auch als Expat-Coach arbeitet, an mich gewandt. Sie hatte die Bitte, ihr bei der Neuausrichtung ihres Profils zu helfen. Wir beide erlebten einen sehr gewinnbringenden Austausch. Hier ist Silkes Erfahrungsbericht.

Weg mit dem Brett – worum der Coach sich einen Coach gönnt

Es war die 5. Woche oder der 3. Monat oder sogar das 2. Quartal, in dem ich an meiner Idee arbeitete und einfach nicht weiterkam. Meine Idee ist, mein interkulturelles Coachingangebot so umzugestalten, dass es zu meinem Herzensbusiness wird und zu mir und meinem Können in dieser Welt passt. Das klingt jetzt vielleicht einfach. Klar, man könnte ja meinen, dass, wenn man schon mal weiß, wofür sein Herz schlägt, man auch ganz leicht sein Geschäft herum aufbauen kann. Aber dem ist nicht so.

In meinen Kopf waberte eine unklare Gedankengrütze. Ich hatte viele Ideen, die ich nach kurzer Zeit wieder verwarf – und dann wieder neu auflegte. Vor meinem Kopf war auch noch so ein Brett, das mich einfach nicht einen Schritt weiterdenken ließ. Kurz: Nach monatelangem Nachdenken darüber, wie ich denn meine Botschaft in die Welt trage und Menschen finde, die mit mir arbeiten möchten, war ich noch keinen Schritt weitergekommen. Mein Wissen und meine Fähigkeiten als Expat-Coach und Brain Gym© Therapeutin, mit denen ich anderen Menschen helfe, ihr Brett vor dem Kopf wegzukriegen, halfen mir seltsamerweise auch nicht weiter.

Nach also dieser 5. Woche oder dem 3. Monat oder dem 2. Quartal bekam ich unerwartet Hilfe. Meiner lieben Kollegin Doris (die Macherin dieses Blogs) hatte ich in einem interkontinentalen Skype-Gespräch mein Leid geklagt. Ich hatte mir von ihr, der erfolgreichen Coachin, die ihre Botschaft mit Herz, Leichtigkeit und Klarheit an hilfebedürftige Menschen trägt, ein paar Tipps erwartet, wie ich genau das auch hinkriegen kann. Zu meiner Überraschung gab mir Doris aber keine Tipps. Nein, sie verschrieb mir Hausaufgaben: Über 3 Wochen hinweg im Abstand von einer Woche wolle sie mir jeweils eine Liste mit Fragen schicken, die ich in 7 Tagen beantworten soll. Warum und weshalb kläre sie dann später mit mir. Ich solle erstmal machen.

Hausaufgaben für Klarheit im Herzensbusiness

Als die erste Fragenliste in meine Mailbox flatterte und ich sie neugierig mit einem Anflug von Vorfreude auf eine strukturierte Selbstklärung überflog, dachte ich: „Ach, das beantworte ich mit links!“. Als ich dann aber ein paar Tage später vor meinem Notizbuch saß, merkte ich, wie tief diese Fragen gehen. Ich wollte sie aufrichtig und umfassend beantworten und das war ganz schön schwer. Bei Fragen wie: „Wer bin ich und was haben andere davon, dass es mich gibt?“ oder „Welches Problem empfindet meine Zielgruppe als besonders brennend?“ musste ich lange nachdenken. Es ging für mich eben nicht um irgendeinen Job, sondern um meine Mission in dieser Welt, um mein Herzensgeschäft.

Dachte ich anfangs, dass ich diese Liste in 2 h durchgearbeitet habe, wurde ich bald eines besseren belehrt. Für manche Fragen brauchte ich 10 Minuten, für andere 2 Tage. Manchmal reflektierte ich so tief, dass mir schwindlig wurde und ich mein Notizbuch samt Fragezettel weglegen musste. Die Abgabetermine schaffte ich immer gerade so.

Mit Hilfe von Brain Gym® Wunder zaubern

Im Gleichgewicht zu sein, war in dieser Zeit also besonders wichtig. Und dieses stellte ich her mit meiner kleinen „Geheimwaffe“: Brain Gym. Mit dieser Methode der Gehirngymnastik können auf leichte Weise Bewusstseinsprozesse angeregt, die Selbstwahrnehmung verbessert und ganz allgemein Gehirn und Körper in Balance gebracht werden. Mit gezielten Augen-, Arm- und Beinbewegungen aktivierte ich also Gehirnbereiche, die z.B. fürs Schreiben und den Ausdruck zuständig sind. Ich schaffte mir Klarheit und verhalf mir selbst zum besseren Ausdruck. Das Brett vor meinem Kopf wurde dünner und dünner.

Ich schrieb, legte die Antworten weg und las sie kurze Zeit später nochmals. Oft war ich dabei von mir selbst beeindruckt, wie ich plötzlich auf den Punkt genau und mit bildhaften Worten meine Stärken und Visionen, meine Ziele und Strategien ausdrücken konnte. Und da war es wieder, das Wunder, das nicht ohne Grund das Herz meines Herzensgeschäfts ausmacht: Wie sich das Dunkel lichtet, das Brett vorm Kopf verschwindet und ich die Dinge klarer, umfassender und tief geerdet betrachten kann „nur“ dank ein paar gezielter Motorikübungen!

Berechtigt ist an dieser Stelle die Frage: Warum ich mir vorher bei meiner Gedankengrütze mit Brain Gym® nicht selbst zufriedenstellend helfen konnte? Ich glaube, mir fehlten einfach die passenden Ziele. Mit ihrem lösungsorientierten Coaching, ihrer ehrlichen Reflexion und ihren treffsicheren Fragen lieferte mir Doris diese. Coaching Hand in Hand mit Brain Gym© kann also zaubern!

Baustellen und ein Tritt in den Allerwertesten

Nachdem wir Klarheit geschafft hatten, ging Doris mit mir die Auswertung der Fragen an. Ein Teil, so fiel ihr auf, sei mit besonders schwer gefallen. Ich hatte Probleme, den Nutzen meines Angebots herauszustellen. Wieder bekam ich Hausaufgaben, diesmal eine Übung: Für ganz banale Alltagsaktivitäten solle ich den Nutzen finden und vor allem: laut aussprechen.

Beim Tischdecken murmelte ich also: „Ich decke den Tisch, damit Geschirr und Besteck ordentlich liegen, die Familie sich mit Freude daran setzt, wir daher ein gemeinsames Abendessen haben, wir uns von unserem Tag erzählen können und unsere Vertrautheit pflegen…“ Meine beiden Töchter fanden Spaß an diesem „Spiel“ und spielten es für alle erdenklichen Tätigkeiten mit. Erstaunlich, wie kreativ wir dabei wurden! Mir fiel es immer leichter, in einer „um-zu“-Gedankenkonstruktion zu denken. Auch dabei unterstützte ich mein Gehirn mit gezielten Brain Gym©-Übungen.

In der vorerst letzten Etappe verpasste mir Doris noch einen imaginären Tritt in den Allerwertesten. In jedem Coaching ist es wichtig, die erfahrene Veränderung mit Tätigkeiten im realen Leben zu implementieren. Oder anders: Ich muss ins Tun kommen. Wieder bekam ich Hausaufgaben – Doris liebt das offensichtlich ;): Ich solle Ideen für ein erstes kleines Online-Coaching-Programm sammeln. Was daraus geworden ist? Nun, das Ergebnis meiner Hausaufgabe kann sich bald auf meiner neugestalteten Website sehen lassen.

Fazit

Egal ob für ein Herzensgeschäft, für den Beginn eines neuen Lebensabschnitts im Ausland oder einfach bei einer Herausforderung in Beruf und Alltag: Wenn man Klarheit gewinnen möchte, hilft ein Coach schnell und unkompliziert weiter. Doris hat die richtigen Fragen zur richtigen Zeit gestellt. Sie hat sofort erkannt, wo meine Schwachstellen sind und mir die richtigen Werkzeuge an die Hand gegeben, diese zu überwinden. Diese wertvolle Reflexionshilfe kombiniert mit gezielten Gehirnbalancen à la Brain Gym© hat ein kleines Wunder bewirkt. Ich habe nicht nur Klarheit gewonnen, sondern geschafft, bei meinen Baustellen-Themen einen Schritt weiter und um die Ecke zu denken.

Den (wenn auch sanften) Tritt in den Allerwertesten nehme ich Doris aber nicht übel, nein, ich bin ihr sogar dankbar dafür. Er hat mich losgeschubst, meinen Weg mit Selbstvertrauen und einer tiefen Erdung weiterzugehen. Ich werde unsere regelmäßigen Coachingsessions vermissen. Daher: Ein dickes Danke, an Dich liebe Doris!

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Silke Irmscher
Silke Irmscher

Silke Irmscher coacht und trainiert Menschen, die im Ausland leben und arbeiten. Die studierte Kommunikationspsychologin und zertifizierte interkulturelle Trainerin ist auch Brain Gym© Therapeutin und bezieht die Erkenntnisse der Neurowissenschaften und der Meridianlehre in ihre Beratung ein.


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